Sonntag, 25. Juni 2017

Rezension: "The Ark - die letzte Reise der Menschheit" von Patrick S. Tomlinson

Titel: The Ark - die letzte Reise der Menschheit 
Autor: Patrick S. Tomlinson
Verlag und Info: Knaur Verlag
TB, 416 Seiten
Preis: 9,99 €
Genre: Dystopie / Science Fiction
Reihe: nein

The Ark - die letzte Reise der Menschheit  -  Patrick S. Tomlinson


Inhalt

Die letzten 50.000 Exemplare der Spezies Mensch sind auf der Ark unterwegs, um einen neuen Planeten zu besiedeln. Seit vielen Jahren und Generationen ist die Ark unterwegs und nun kurz vor dem Ziel.

Doch auf dem Mammutschiff haben nur wenige etwas zu sagen: Außer der Besatzung und einigen wenigen wichtigen Funktionen werden die Menschen nur als "Vieh" bezeichnet - nichts weiter als ein notwendiges Übel, um den Genpool aufrechtzuerhalten. Jeder Mensch hat einen Chip, der nicht entfernt werden kann, mit dem man ihn jederzeit orten und auslesen kann.

Alle menschlichen Schwächen wie Kriminalität, genetische Defekte usw. wurden vor Abflug nach Möglichkeit ausgemerzt. 

Doch wenige Wochen vor der Landung auf dem neuen Planeten, der den Fortbestand der Menschheit sichern soll, geschehen auf der Ark immer mehr Anschläge, die die Zielerreichung und das Leben auf der Ark gefährden, in Folge des Verschwindens eines zentralen und für das Projekt sehr wichtigen Wissenschaftlers.

Wer übt die Anschläge aus und mit welchem Ziel? Dieses Rätsel gilt es zu lösen, bevor die Ark kurz vor dem Ziel untergeht.


Beurteilung 

Mit der Beurteilung von "The Ark" tue ich mich etwas schwer. Ich hatte mir hier eher eine Dystopie erwartet, das ganze war dann doch aber sehr Science Fiction lastig, solche Raumschiffromane mag ich eigentlich gar nicht so sehr.

Leider fand ich die ganze Geschichte auch ziemlich unpersönlich und die Protagonisten - bzw. der Protagonist, nämlch der Ermittler, der versucht, die aktuellen Verbrechen aufzudecken - konnte mich nicht so wirklich für sich einnehmen. 

Ohne etwas zu verraten, finde ich die "Auflösung" am Ende allerdings ziemlich genial - leider kommt das in meiner Bewertung nicht so sehr zum tragen, da diese nur einen relativ kleinen Bestandteil der Gesamtstory ausmacht und zu wenig auf die Hintergründe eingegangen wird.

Spannend ist die Geschichte allemal und auch gut geschrieben, so dass ich trotz der Kritikpunkte recht schnell durch war. Langweilig ist der Roman nicht. 

Faszinierend finde ich die Idee des Antriebs der Ark - mit tausenden von Atombomben als Antrieb unterwegs zu sein, hat etwas Beängstigendes, doch seien wir mal ehrlich - bei der Besiedlung eines anderen Planeten handelt es sich um eines der am häufigsten angewandten wahrscheinlichen Zukunftszenarien, die wir uns für die Menschheit vorstellen, falls der Planet nicht mehr zu retten ist, und alle anderen Optionen sind dann doch zu futuristisch.

Ob das technisch tatsächlich möglich wäre, kann ich als absoluter Physiklaie nicht beurteilen, aber es ist zumindest etwas, das ich mir annährend im Kopf vorstellen kann, was  ich beim Lesen auch immer sehr wichtig finde.

Die Raumfahrt wird hier nicht glorifiziert, sondern sachlich und nüchtern dargestellt, samt verrosteten und tropfenden Rohren und kaputten Raumkapseln.

Was ist nun mein Fazit? Da es doch recht gut zu lesen war, gebe ich 4 von 5 Sternen, auch wenn mich das Buch nicht wirklich gepackt hat, da muss man wohl etwas Science-Fiction-begeisteter sein als ich.



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