Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension: "Aegeria - Seelenruf" von Katelyn Erikson

Titel: Aegeria - Seelenruf
Autor: Katelyn Erikson
Verlag und Info: SP, Infos z.B. auf lovelybooks.de
TB, 410 Seiten
Preis: 12,99 €
Genre: Urban Fantasy
Reihe: Ja, Band 1



 Aegeria - Seelenruf - Katelyn Erikson


Inhalt

Als Logan in einem Krankenhaus zu sich kommt, ist er vor allem eins: Sehr wütend. Natürlich weiß er nicht, was ein Krankenhaus ist. Denn er ist schließlich der König von Aegeria, ein Gott unter Menschen, und diese müssen im gehorchen.
Seine Frau Celestia begegnet ihm im Krankenhaus – doch sie erkennt ihn nicht. Was ist nur geschehen? Wo ist er? Und warum nennt sich seine Frau Elenya und behauptet, sie sei Ärztin? Und gehorcht ihm nicht?

Elenya ist fasziniert von ihrem anscheinend psychisch gestörten Patienten. Er scheint sie buchstäblich magisch anzuziehen. Irgendetwas verbindet die Beiden miteinander.
Wenn er nur nicht behaupten würde, ein König zu sein – anscheinend ist er psychisch völlig gestört.
Doch auch nach dem Verlassen des Krankenhauses begegnet Elenya Logan immer wieder. Es scheint Schicksal zu sein, dass die beiden unabänderlich aneinander bindet…


Beurteilung

Die Äußerlichkeiten zuerst: Das wunderschöne Cover und der vielversprechende Titel laden geradezu dazu ein, das Debut von Katelyn Erikson zu lesen.
Eine faszinierende Version des Themas der Wiedergeburt wurde hier sehr gekonnt umgesetzt. Es hat mir insgesamt viel Spaß gemacht, den Roman zu lesen, der Schreibstil ist sehr flüssig und die Handlung schreitet gut voran.
Dies schicke ich vorweg, denn ab jetzt klingt es so, als hätte mir das Buch nicht gefallen, das stimmt aber nicht. Die GESCHICHTE ist toll, aber die Protagonisten Logan und Elenya könnte ich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur mit dem Kopf an die Wand klatschen.

Logan ist ein selbstherrlicher Macho, der allen Ernstes der Meinung ist, dass seine Frau ihm gehorchen muss (und alle anderen Menschen auch). Aber eigentlich ist er ein Weichei, das dann auch immer wieder anfängt rumzuheulen und in Selbstmitleid zerfließt, wenn nicht alles so funktioniert wie er es gerne möchte.
Auf der anderen Seite haben wir Elenya, eine junge,hübsche und sehr intelligente junge Frau, die aber offensichtlich bei einem paar hübscher Augen und einem dominanten sexy Typ jegliche Emanzipation vergisst und zum unterwürfigen Spielball wird.
Ganz schlimm finde ich das – zwar haben beide Charaktere auch zwischendurch immer wieder „Vernunftblitzer“ und scheinen normal zu werden, aber sobald sie sich kommt das unmögliche Rollenverhalten wieder durch.

Am liebsten mochte ich die Nebencharaktere in diesem Buch, vor allem Stan, den immer freundlichen, gut gelaunten Arbeitskollegen von Logan, der zwar einen Mafia-Job macht, aber eigentlich vor allem ein gutes Herz hat.
Ich habe wirklich überlegt, ob ich das so ausführlich in die Rezension reinbringen soll, aber ich finde das gehört schon dazu, und ich will nochmal deutlich  machen: Ich unterscheide hier deutlich zwischen den Charakteren und dem Buch an sich! 

Wenn ich ein Buch schließe und sagen kann: Zu diesem Buch habe ich immer wieder gern gegriffen oder habe es sogar anderen Büchern vorgezogen, dann war etwas dran.
Und das ist bei diesem Buch absolut der Fall. Man merkt insgesamt sicherlich, dass die Autorin noch etwas ungeübt ist, ich habe sicherlich schon „geschliffenere“ Stories gelesen, aber es ist hier definitiv nicht so ausgeprägt, das es wirklich negativ auffallen würde.

Die Schauplätze und Szenarien und ebenso die Dialoge sind gut ausgearbeitet und so plastisch, das man sich die Szenen im Kopf gut vorstellen kann. Ich bin auch sehr neugierig geworden auf Aegeria, da leider im Buch nicht sehr viele Details darüber verraten werden. 

Eine Fortsetzung werde ich auf jeden Fall lesen, wenn eine erscheint, und gebe diesem Buch verdiente 4 von 5 Rezisternchen.

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