Sonntag, 19. März 2017

Rezension: "Taintless - Blindes Vertrauen" von Annie Mae Gold

Titel: Taintless - Blindes Vertrauen
Autorin: Annie Mae Gold
Verlag und Infos: SP, Homepage Annie Mae Gold
TB, 488 Seiten
Preis: 14,99 €
Genre: Dystopie
Reihe: Unbekannt 

Taintless - Blindes Vertrauen  -  Annie Mae Gold


Inhalt

Summer Snow weiß noch nicht so viel von der Welt, aber eines weiß Sie: Nur in der Kolonie hinter der großen Mauer ist ihr ein geschütztes Leben möglich. Außerhalb der Mauer gibt es nur die Monster - die Infizierten, die alles sind, was die schleichende Zerstörung der Erde im Jahr 2171 noch übrig gelassen hat.

Der einzige Ausweg scheint es sein, in die Elite gewählt zu werden - und Summer tut alles dafür, damit sie nicht in die Gilde der Ärzte muss, wie ihr Vater, sondern in die Elite kommt, die nur den schönsten und perfektesten Menschen vorbehalten ist.Wer in die Elite gewählt wird, darf seine Familie mitnehmen - doch ihr Vater möchte aus ihr unklaren Gründen auf gar keinen Fall in die Elite.

Ihr Verlangen wird noch größer, als trotz der strikten Trennung zwischen Kolonie und Elite auf einmal Clay in Ihrer Schulklasse auftaucht - ein Junge aus der Elite, der sich den Pflanzen- und Kräuterunterricht anschauen soll, der in der Kolonie gegeben wird.

Fast klar, dass Summer Clay hoffnungslos verfällt - selbst der gutaussehende Will aus Ihrer Klasse, der ihr ständig Avancen macht, hat keine Chancen mehr bei ihr.

Doch Clay, der durchaus auch etwas für Summer übrig hat, macht ständig dunkle Andeutungen, dass nicht alles Gold sei, was glänzt, und auch das Leben in der Elite sehr gefährlich werden könne. Doch Summer verwirft alle Warnungen in den Wind, und dann kommt der Tag der Auswahl. Wird Summer es schaffen? Kann Sie in der Elite mit Clay zusammen sein? Und was für Gefahren könnten in der Elite lauern?


Beurteilung 

Durch Zufallspost bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und war sofort total angetan von derr Optik des Buchs und vom Klappentext. Für eine gute Dystopie bin ich immer zu haben.

Schnell merkt man auf den ersten Seiten, dass es eher eine Jugendbuch-Dystopie ist, doch finden hier durchaus auch Erwachsene Leser viel Stoff zum Nachdenken.

Die Autorin hat mich durch Ihren guten und flüssigen Erzählstil schon nach den ersten paar Seiten "gehabt". Der Prolog baut sofort eine Menge Spannung auf, und führt einen vielleicht auch erstmal auf eine völlig falsche Fährte - man darf also nicht denken, dass man nach dem Prolog das Ende kennt, da er völlig aus dem Kontext herausgenommen erscheint.

Wie in vielen Dystopien treffen wir hier auf das Szenario, dass die Menschheit von Ihrer eigenen Zerstörungswut überrollt wurde und die Erde quasi bis auf wenige, streng abgegrenzte Kolonien unbewohnbar ist. "Neu" ist, dass sämtliche Errungenschaften und Techniken aufrechterhalten geblieben sind, wir uns also in einem durchaus gegewartsähnlichen Zustand befinden, bis auf das Gildentum und die jährliche Auswahl.

Es ist also eine gute Mischung aus neuen Einfällen und bekannten Szenarien, und eins kann ich Euch sagen - das, was die Autorin im Verlauf der Handlung raushaut, habt ihr so bislang in einer Dystopie ganz sicher entweder selten oder gar nicht gelesen und es wird Euch umhauen! Ich fand die Idee total toll, aber auch ziemlich abstrus zugleich - mehr will ich nicht verraten:-)

Summer, ihr Bruder Brian, ihr "Freund" Will, aber auch die Charaktere aus der Elite wie Clay und Gordon sind alle echt gut beschrieben, ich mochte oder hasste sie direkt nach der ersten Vorstellung. 

Dieses Buch beweist einmal mehr, dass unbekannte Indie-Autoren eine Chance verdient haben. Ich muss wirklich sagen, dass mir Taintless viel besser gefallen hat als einige Bücher aus renommierten Verlagshäusern.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist, dass der dystopische Hintergrund etwas zu kurz kommt - er wird zwar angesprochen und erläutert, aber das findet im gesamten Buch auf wenigen Seiten Platz, so dass ich meine, den Werdegang des aktuellen Zustands hätte man vielleicht noch etwas ausführlicher beschreiben können, und die Situation, in der sich Summer zum Schluss wiederfindet, noch etwas, wie soll ich sagen, anschaulicher zu gestalten. 

Vielleicht lässt sich das in einem eventuellen Folgeband noch nachholen, denn die Geschichte endet durchaus offen und ist nicht in sich abgeschlossen.

Zum Fazit: Tolle Dystopie, auch wenn das dystopische Element beim Lesen über lange Strecken fast in Vergessenheit gerät, richtig spannend geschrieben und mit tollen Szenarien und Charakteren - absolut lesenswert und daher 5 Rezisternchen!

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