Montag, 6. Februar 2017

Rezension: "Now - Du bestimmst, wer überlebt" von Stephan R. Meier

Titel: Now - Du bestimmst, wer überlebt 
Autor: Stephan R. Meier
Verlag und Info: Penguin Verlag
TB, 430 Seiten
Preis: 13,00 €
Genre: Dystopie/Thriller
Reihe: Nein

Now - Du bestimmst, wer überlebt - Stephan R. Meier


Inhalt 

Es ist soweit - die Menschen haben es geschafft und eine Singularität, eine KI, programmiert, die tatsächlich so weit entwickelt ist, dass sie für die Menschen alles besser macht und sämtliche aktuellen Probleme der Zeit löst.

Es gibt nur einen kleinen Haken: Nur ca. 1% der Menschheit auf der Erde können Teil der schönen neuen Welt sein - der Rest muss leider draußen bleiben.

Spark gehört zu den 1% - als Sohn des Mitgründers der Firma Eukaryon, die Now entwickelt hat, gehört er zur ganz oberen Liga. Eines Tages trifft er Sunway - eine "Wilde", die jedoch die richtigen Gene hat und nach Absolvierung eines Ausbildungslagers in die Welt von Now eintreten darf.

Doch dann entwickeln sich die Dinge anders als erhofft und Spark findet sich auf der falschen Seite wieder. 

Beurteilung 

Als Fan von Dystopien hat mich Now natürlich sofort neugierig gemacht. Sehr faszinierend finde ich schon immer die Vorstellung einer weiterentwickelten KI, als wir sie heute kennen, denn meiner Meinung nach gehört es zu den wahrscheinlicheren Szenarien für die Zukunft, dass wir mehr und mehr die Dinge den Computern überlassen - wobei man eine KI ja nicht mehr wirklich Computer nennen kann.

Das Buch beschreibt in einem etwas verwirrenden Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wie sich aus der aufstrebenden IT-Firma Eukaryon die Singularität Now entwickelt und die Steuerung übernommen hat. 

Alle Protagonisten - Bill und Mitch, die beiden Gründer von Eukaryon, sowie auch Mitchs Sohn Spark - sind interessante, aber nicht unbedingt zu 100% sympathische Charaktere. Um realistisch zu bleiben, muss man aber auch sagen, dass sie wohl die Sorte Mensch sind, die auch schon heute größtenteils das Sagen haben unter den oberen 10.000- dort gibt es eben nicht die typischen Romansuperhelden und Prinzessinnen, die uns die Autoren gerne vorsetzen.

Ein spektakulärer Blick darauf, wie die Welt mit Hilfe der modernen Technik verbessert werden könnte - und wie schnell diese Technik in falschen Händen am Ziel vorbeigehen und viel Schaden anrichten kann.

Ein tolles Thema, noch dazu lässt sich das Buch auch ohne allzuviel Wissen sehr gut lesen - die Spannung ist von Anfang bis Ende voll da und die Handlung ist nicht berechenbar, man weiß einfach wirklich erst zum Schluss wie es ausgeht.

Dennoch kann ich diesem Buch nur 4 von 5 Sternen geben - zum einen, weil es wirklich anstrengend ist, den Zeit- und Ortssprüngen des Autors immer zu folgen, zum anderen, weil doch teilweise die Beschreibungen von Gerätschaften und Schauplätzen etwas arg von der Handlung abschweift.

Aber das sind nur kleine Minuspunkte - für Leser, die es lieber etwas düsterer haben und die nicht zu viel Kitsch und Romance in ihren Dystopien haben wollen, ist dieses Buch absolut empfehlenswert - es sei noch gesagt, dass ich das Buch wirklich ganz klar in die Dystopie einsortiere und nicht in das Thriller-Genre.

Also, es gibt verdiente 4 von 5 Sternchen für Now!

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