Montag, 26. Dezember 2016

Rezension: "Die Spiegelstadt" von Justin Cronin

Titel: Die Spiegelstadt
Autor: Justin Cronin
Verlag und Infos: Goldmann Verlag
HC, 983 Seiten
Preis: 24,99 €
Genre: Dystopie/Horror/Zombies
Reihe: Ja, 3.Teil der Passage-Trilogie 

Die Spiegelstadt - Justin Cronin (Passage-Trilogie Band 3)


Inhalt

Die Virals sind schon seit mehreren Jahren nicht mehr aufgetaucht und die Überlebenden der Virals-Pandemie, die sich jahrelang verschanzt haben, überlegen, ob sie auch wieder außerhalb ihrer Mauern siedeln sollen.

Doch es gibt einige Wenige, die nicht daran glauben, dass die Virals wirklich Geschichte sind, und davon überzeugt sind, dass sie wiederkommen.
Denn nicht alle sind zu 100% davon überzeugt, dass bei der großen Explosion wirklich alle der "Zwölf" Erzeugervirals zu Tode gekommen sind.

In "die Spiegelstadt" werden wir erfahren, wie es zum Ausbruch des Virus kommen konnte, und wie die Zwölf zu denen geworden sind, die sie sind. Und wie immer ist nicht alles nur schwarz oder weiß. 

Wird die Menschheit überleben, oder werden die Virals auch noch die letzten Überlebenden auf dem Planeten zermürben und die letzten Festungen zerstören? Michael Fisher ist davon überzeugt, dass das Schicksal ihm in die Hände spielt mit der Bergung eines ziemlich kaputten Riesendampfers und der Vision des Geistlichen todkranken Lucius Greer, der der Überzeugung ist, dass eine unbekannte Insel die Rettung vor den Virals bedeutet. 

Doch immer wieder gibt es Rückschläge - und Zero holt zum letzten Schlag aus und scheint unbesiegbar.


Beurteilung 

Da der Prolog schon 1000 n.V. anfängt, verrate ich wohl nicht zuviel, wenn ich vorwegnehme, dass dieses Buch auf mehreren Zeitebenen spielt: Zum Ersten die Fortsetzung der Geschichte von den Zwölf und den letzten Überlebenden in Amerika, zum anderen die Zeit 1000 n.V., in der die Menschen versuchen, dem tatsächlichen Ursprung und dem Verlauf der Pandemie auf die Spur zu kommen.

Die Zeit 1000 n.V. rahmt aber die Hauptgeschichte um 100 n.V. eher nur ein. Allerdings gibt es auch in der Hauptstory Zeitsprünge, da wir der Entstehungsgeschichte von ein paar Individuen der Zwölf und der Entstehungsgeschichte des Virus nachgehen.Mehr will ich dazu nicht verraten.

Auch wenn es schon eine Weile her ist, wenn man "die Zölf" und "der Übergang" gelesen hat, kommt man doch sehr schnell wieder in die Geschichte hinein und erinnert sich an vieles, es gibt auch immer wieder Rückblenden, die einem beim Lesen auf die Sprünge helfen.

Man kann der Story gut folgen und wie schon in den ersten beiden Bänden versteht der Autor es auch hier meisterlich, die Spannung über die knapp 1000 Seiten hinweg hoch zu halten. Bis zum Schluss weiß man nicht wirklich, wie es ausgeht - nur soviel, es scheint nach diesem Band wirklich und tatsächlich vorbei zu sein.

Trotz der Komplexität der ganzen Geschichte kann man dem Verlauf gut folgen, und die Charaktere sind so toll beschrieben und vielseitig, dass sicherlich jeder Leser einen Protagonist findet, auf dessen Seite er sein kann. Und es gibt einige Protagonisten in diesem Buch. Man kann sogar Sympathien für einen der Zwölf entwickeln :-)

Sehr spannend finde ich, dass die Geschichte des Virus der Nachwelt als eine Art heilige Schrift überliefert wurde und diese auf dieser Basis versuchen müssen, herauszufinden, was wirklich passiert ist. Toll gemacht ist der Zeitsprung in die "Neuzeit" am Schluss, die in Form eines Diavortrags auf einer Forschungstagung auf die Zeit 100 n.V. zurückblickt - der Leser liest quasi eine wissenschaftliche Abhandlung über eine 1000 Jahre vergangene Zeit mit dem Wissen (aus den Büchern), was tatsächlich abgelaufen ist. 

Bleibt mir nur zu sagen, ganz tolles Finale, hat sich auf jeden Fall gelohnt! Dafür gibt es natürlich 5 Sterne.

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