Sonntag, 10. Juli 2016

Rezension: "Törtchen und Getriebe" - Anthologie des Lektorats Rohlmann & Engels

Titel: Törtchen und Getriebe 
Autoren: David Rohlmann, Maria Engels, Piper Marou, Jonas R. Rohlmann
Weitere Infos: E-Book Infos
Preis: 0,99 € (E-Book, nicht als Print verfügbar)
Reihe: nein



 „Törtchen und Getriebe“- David M. Rohlmann, Maria Engels u.v.m


Hierbei handelt es sich um eine Steampunk – Anthologie mit 5 Kurzgeschichten von den Autoren David Rohlmann, Jonas F. Rohlmann, Piper Marou und Maria Engels.

Inhalt :

In dieser Anthologie ist die Besiedlung eines anderen Planeten innerhalb eines Steampunk – Universums das beherrschende Thema. In dieser Welt hat es die Dampftechnik möglich gemacht, dass die Menschen den Mond besiedeln konnten – allerdings herrscht nur ein fragiles Gleichgewicht, denn der Abstand zwischen Mond und Erde kann nur noch durch Maschinen aufrecht erhalten werden.

In der Geschichte „der Mond und die Detektive“  muss ein Detektivpaar auf dem Mond die Seiten wechseln und einen Gangsterboss dabei unterstützen, einen seiner Mitarbeiter dingfest zu machen, da dieser zuviel des Guten will und droht, die Erde zu vernichten.

Und auch in der darauffolgenden Shortstory „Törtchen und Getriebe“ geht es um nicht weniger als die Rettung des Gleichgewichts zwischen den Planeten – ein junges Schwesternpaar erhält die Chance, auf dem Mond eine Arbeit anzunehmen, auf Bitten ihrer Eltern. Worum es genau geht, wissen sie nicht genau. Doch es stellt sich heraus, dass sie ungewollt in eine gigantische Verschwörung hineingezogen werden… 

Bei „Mord und Maschinerie“ spielt sich die Handlung auf einer „Zugfahrt“ zwischen Erde und Mond ab. Hier geht es um ein Eifersuchtsdrama zwischen einem Paar, die beide berufliche Schlüsselpositionen innehaben – nur, dass einer der Beiden das Leben auf Mond erhalten will, und der andere es zerstören, und beide gehen mit sehr fantastischen Taschentricks auf Reisen.

Für den Gruselfaktor in dieser Anthologie sorgt auf jeden Fall „Wasser und Wahnsinn“ von Piper Marou.  Das Tagebuch einer Mutter, die zusammen mit ihrem Kind dem Untergang ihrer Welt entgegen sieht – die letzten Tage…. Diese Kurzgeschichte ist mein absolutes Highlight in dieser kleinen Sammlung – atmosphärisch mit einer bedrückenden Stimmung und einem unheimlichen Ende – man fühlt sich, als wäre man hautnah beim Ende der Welt dabei. Gänsehaut !!! 

In „Fortschritt und Vergangenheit“ schließlich schließt sich der Kreis, und die Erzählung um das Ermittlerpaar aus „der Mond und die Detektive“ wird fortgesetzt – wir wohnen der Gerichtsverhandlung bei, die auf den gefassten Übeltäter wartet. Hier warten allerdings noch unliebsame Überraschungen auf die Beteiligten.

Beurteilung:

Wie wir es aus „Dämonen und Dampfkraft“ sowie „Alle Zombies“ schon kennen, liefern uns David Rohlmann und seine Partnerautoren auch hier wieder qualitativ einwandfreie Geschichten aus dem Steampunk-Universum.

Es ist immer ein Hochgenuss, diese Geschichten zu lesen.  Obwohl ich nicht der größte Fan von Geschichten über eine Mondbesiedlung bin, habe ich auch diese Stories mit Vergnügen gelesen, und auf die Gefahr hin, mich zu meinen vergangenen Rezensionen zu wiederholen, kann ich doch nur immer wieder sagen: Hier entsteht – zumindest bei mir – immer eine sehr starke Visualisierung beim Lesen, ich kann mich in diese Welt vollkommen hineindenken, und wie oben bereits geschrieben, wenn dann noch so etwas unheimliches wie „Wasser uns Wahnsinn“ dazukommt, bin ich hin und weg.  Diese Geschichte lässt mich auch eine Woche nachdem ich die Anthologie gelesen habe nicht mehr los. 

Wer Steampunk liebt oder auch die Welt des Steampunk erstmal beschnuppern möchte, ist hier genau richtig – ein wunderbar flüssiger, rasanter und unterhaltsamer Erzählstil, viel Abwechslung, eine Menge Fantasie, und natürlich  genau das, was dieses Genre ausmacht : Jede Menge Dampf :-)

Wie immer ausgezeichnet.



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