Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension : "Hinter den Lichtern" - 18 unglaubliche Stories - Christoph Walther ( Hrsg. )

Titel : Hinter den Lichtern - 18 unglaubliche Stories 
Autor : Div. Autoren  - Christian Walther ( Hrsg.)
Verlag und Info : Beltz Verlag
TB, 261 Seiten
Preis : 13,95 €
Reihe : Nein




Hinter den Lichtern – 18 unglaubliche Stories

In „Hinter den Lichtern“ hat der Herausgeber Christian Walther 18 Kurzgeschichten im Jugendbuch-Stil zusammengefasst, die sehr gut aufeinander abgestimmt sind.

In diesem Buch geht es nicht um das Ende der Welt und keine fantastischen Abenteuer.
Es geht um junge Menschen, die – traurige Realität – Schicksalsschläge und familiäre Tragödien auf sich nehmen und damit umgehen müssen.

Das faszinierende daran ist, dass diese Erzählungen sehr echt aus der Gefühls- und Gedankenwelt der jeweils betroffenen Person heraus erzählt sind.

Uns begegnen so ziemlich alle Arten von vorstellbaren Schicksalen :   
Ob heimliche gleichgeschlechtliche Liebe, fremdgehende Familienmitglieder; ein Vater, der seine Tochter missbraucht; eine Freundin, die heimlich mit dem Vater des Freundes ins Bett geht.
Alle Geschichten haben eins gemeinsam : Sie sind unglaublich mitreißend und einfühlsam erzählt, und das Ende – und quasi die Auflösung des Sachverhalts – kommen überfallartig und sehr unerwartet.
Da muss man wirklich dran knabbern und ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichten Menschen, die etwas Ähnliches erlebt haben,  und das sind vermutlich nicht allzu wenige, noch ganz anders berühren. 

Es gibt aber auch noch andere Geschichten, die ein wenig fantastischer oder auch einfach nur abgehobener sind : 
Ein Vater, der seine Familie nur mit einer Besteckschublade verlassen hat – und diese Besteckschublade führt unter mysteriösen Umständen dazu, dass die verlassenen Kinder eines Tages Ihren Vater wiederfinden – und ihn nicht erkennen.
Ein superintelligenter Junge, der mit seiner Erfindung seine Schwester mit einer Paprika zusammenschmilzt, die daraufhin Dinge in Brand setzen kann. Eine sehr seltsame Geschichte über ein geheimnisvolles Mädchen im Schwimmbad, die ich für mich immer noch nicht aufgelöst habe….. und ein Junge, der von heute auf morgen mit dem Reden aufhört und dessen Leben sehr unheimlich wird, als auf einmal auch seine Familie und Freunde kein Wort mehr in seiner Gegenwart sagen.

Die Stories sind unzusammenhängend, aber von der Atmosphäre, die beim Lesen entsteht, sehr passend zusammengestellt. 

Das Buch hatte ich sofort gelesen und war von der Andersartigkeit fasziniert, so etwas habe ich noch nie gelesen. Einfach sehr nahegehend, da alle Geschichten sehr kurz sind und man mit der oben genannten Auflösung dann alleingelassen wird, da die Geschichte dann aufhört.

Kann ich nur weiterempfehlen, allerdings würde ich das Buch für mein Empfinden erst ab 12 Jahren aufwärts lesen lassen, sollte einer meiner Leser mit dem Gedanken spielen, es einem Kind zu lesen zu geben, denn ich glaube jüngere Menschen werden die Hintergründe der Erzählungen nicht richtig erfassen können.



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