Sonntag, 25. September 2016

Rezension: "Der Dämon von Naruel - das nördliche Königreich" - Janine Prediger

Titel: Der Dämon von Naruel - das nördliche Königreich
Autor: Janine Prediger
Verlag/Infos: SP - www.naruel.jimdo.com
TB, 327 Seiten
Preis: 12,95 €
Reihe: Ja, Teil 2 



 „Der Dämon von Naruel – das nördliche Königreich“- Janine Prediger

Heute erzähle ich Euch etwas über den zweiten Teil des Romans „der Dämon von Naruel“, einem sehr gelungenen Fantasyepos.

Inhalt Teil 2 (Achtung Spoiler für alle die Teil 1 nicht kennen): 

Nachdem Pan den Berg der Elemente knapp überwunden hat, begibt sie sich nun in den Maroni-Wald. Dort soll sie, die reinkarnierte Halbgöttin Zenzey, auf Ihren Gegenpart, den wiedergeborenen Andurin in Form eines weißen Wolfs treffen.
Auf ihrer Reise kämpft sie immer noch mit ihrem inneren Dämon, der bei jedem Vollmond hervorbricht und unkontrollierbar wütet.

Nur mit Andurin zusammen kann es ihr gelingen zu verhindern, dass der Dämon Cragurin bei der bald anstehenden Mondfinsternis die Welt betritt und die Menschheit vernichtet.
Doch alles, was sie im Maroniwald findet, ist der Banditenhäuptling Thor. Wider Willen freundet sie sich mit ihm an und da Thor von Pan durchaus angezogen ist, entschließt er sich spontan, sein Räuberleben hinter sich zu lassen und Pan auf ihrem weiteren Weg zu begleiten…

Beurteilung 

Ich habe mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut. Die Cover der Reihe gefallen mir ja nicht so gut, und da ich eigentlich ein „Cover-Käufer“ bin und ein Buch oftmals nicht lese, nur weil mir das Cover nicht so gut gefällt, war ich froh mich bei Naruel trotzdem zum Lesen entschieden zu haben.
Entschädigt wird man aber durch die liebevoll gezeichneten Karten, die einen auf den ersten beiden Seiten empfangen, siehe Bilder.
Obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich Teil 1 gelesen habe, war ich schon nach wenigen Sätzen wieder voll in der Geschichte und die ganzen Geschehnisse von Band eins waren wieder da.

Der Dämon von Naruel ist wunderbar einfach zu lesen. Eine absolute All-Age Geschichte, die nahezu Seltenheitswert hat, denn der durchaus umfangreiche Roman, der über alle 4 Teile weit über 1000 Seiten aufweist, kommt bislang ohne epische, bildgewaltige Schlachten oder lange, schnulzige Liebesgeschichten aus.
Trotzdem ist es an keiner Stelle langweilig, und es passiert immer etwas. Pan und Thor als Protagonisten und auch ihr Umfeld sind so lebensecht beschrieben, dass einem die Bilder beim Lesen förmlich vor Augen aufsteigen, und so etwas finde ich bei einem Roman immer ganz wichtig.
Wenn kein Kopfkino entsteht, ist man einfach nicht richtig in der Geschichte, und das ist dann immer sehr schade.

Da es sich um den mittleren Teil einer Fortsetzungsstory handelt, werden wir natürlich auch am Ende von Band 2 wieder mit vielen Fragen zurückgelassen.
Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass hier der weitere Storyverlauf absolut nicht vorhersehbar ist, und dadurch bleibt es auch weiterhin spannend. 

Teil 3 des Dämons von Naruel, „die vergessene Insel“, ist im April 2016 erschienen und als Taschenbuch erhältlich.
Das ist eine wirklich rundum schöne und gelungene Fantasygeschichte, die sich rein gefühlt vom Lesevergnügen zu Band 1 sogar noch weiter gesteigert hat, daher gebe ich 5 von 5 Sternchen.

Freitag, 23. September 2016

Rezension: "Darwin City-die letzten der Erde" von Jason M. Hough

Titel: Darwin City - die Letzten der Erde
Autor: Jason M.Hough
Verlag und Infos: Droemer Knaur 
TB, 605 Seiten
Preis: 9,99 €
Reihe: nein
Genre: Dystopie/SciFi




Darwin City - die Letzten der Erde - Jason M.Hough

Inhalt: 

Darwin, Australien, im Jahr 2283.
Die zivilisierte Welt ist nicht mehr. Nach dem ersten Kontakt  mit einer außerirdischen Spezies sind alle Menschen an einem unheilbaren Virus erkrankt und gestorben.
Die einzige Zone, in der die Menschen überleben, ist ein kleiner Teil der Stadt Darwin. Hier ist das irdische Ende des Weltraumlifts gelandet, dass seinen Ursprung in den Ruinen des Alienschiffs hat, dass im Orbit der Erde liegt.
Ein paar wenige Immune haben sich zu einem Expeditionsteam aufgetan – mit alten Flugobjekten suchen Sie auf der ganzen Welt nützliche Gegenstände und schmuggeln sie in die Raumstationen entlang des Weltraumlifts oder nach Darwin City.
Es gibt zwei Sorten von Menschen bei diesen Resten der Zivilisation: Die Idealisten – sie glauben, dass die „Erbauer“ noch einmal kommen. Was werden sie bringen? Die Heilung des Virus? Einen weiteren Weltraumlift? Die Teams auf den Raumstationen forschen fieberhaft.
Und die Einwohner von Darwin City – sie kämpfen ums überleben oder um die Macht, die man in so einer Welt noch haben kann.
Die Menschen auf der Erde und im Weltraum bekriegen sich gegenseitig, und müssen gleichzeitig damit kämpfen, dass das Virus scheinbar auch vorm Weltraum nicht mehr halt macht und die Infizierten, die außerhalb von Darwin leben, sich zu verändern scheinen.
Gibt es noch eine Hoffnung für die letzten Menschen, oder werden sie sich zu guter Letzt gegenseitig ausrotten?

Beurteilung 

Der Titel hat mich spontan angesprochen. 
Darwin City ist eine Mischung aus Dystopie und Science Fiction. 

Am Anfang habe ich mich ein bisschen schwer getan, in die Story reinzukommen und einen Bezug zu den Protagonisten zu bekommen. Das hat sich aber nach den ersten paar Dutzend Seiten gebessert und nach der Hälfte konnte ich es nicht mehr weglegen.
Man lernt, die Charaktere zu mögen – allen voran Skyler, der immune Abenteurer, und die Mannschaft seines Bergungsschiffs Melville. Aber auch der Industrielle Neil Platz und seine Assistentin Tanja werden sind sehr gut dargestellt und charakterisiert.

Es gibt ja nun schon einige Dystopien, bei denen die Menschheit an einem Virus zugrunde geht – neu ist hier, dass wir es nicht mit Zombies zu tun bekommen bei den überlebenden Erkrankten, sondern die Erkrankten degenerieren und quasi nur noch über die Gefühlsebene agieren, wo ein bestimmtes Gefühl – nach dem Zufallsprinzip – hervorsticht und die maßgebliche Grundlage für das Handeln des Infizierten wird.
Etwas gestört hat mich, dass am Ende nicht wirklich alle Fragen, die sich während des Lesens ergeben, aufgelöst werden (ich will hier nicht zuviel verraten).

Es handelt sich bei Darwin City definitiv um einen Roman für Erwachsene, die Protagonisten sind auch fast alle eher mittleren oder gehobeneren Alters.
Dennoch kann man es sehr flüssig lesen, es ist nicht zu verschachtelt und in einer gut zu verstehenden Wortwahl geschrieben.

Keine Schnulzen und kein wirkliches Happy End, für alle die am Ende eines Buches gerne Friede, Freude, Eierkuchen haben wollen, ist es eigentlich nichts. Das Ende ist sogar ein bisschen deprimierend.
Dieses Buch hätte eine Fortsetzung verdient, leider kann man derzeit noch nicht sagen, ob es eine geben wird.

Auf jeden Fall alles in allem sehr lesenswert und eine gute Erweiterung dystopischen Literatur.
4 von 5 Sternen! 

 


Sonntag, 18. September 2016

Rezension: "Morlock 1.2 - Ferne Gezeiten" (Aurora) - Sandra Florean



Titel: Morlock 1.2 - Ferne Gezeiten (Aurora 10)
Autor: Sandra Florean
Verlag und Infos: Papierverzierer Verlag
E-Book, 89 Seiten
Preis: 2,99 € z.B. hier: klick
Reihe: Aurora, Episode 2,Band 2




  „ Morlock 1.2 – Ferne Gezeiten“-  Sandra Florean

Inhalt: 

Auch Alex‘ alias Morlock Geschichte geht weiter!
Nachdem sie entdeckt hat, dass sie seit neuestem Zeitreisen unternehmen kann, beschließt die toughe Alex, ihre Fähigkeit zu perfektionieren.
Zusammen mit Jan unternimmt sie einige Experimente, die allerdings nicht so klappen, wie sie sich das wünscht. Ihr Ziel: Das mysteriöse Seeungeheuer erledigen, dass die Ufer von Förde seit Neuestem unsicher macht und schon mehrere ihrer Freunde ins Krankenhaus befördert hat.

Nachdem Alex bei einem ihrer Sprünge in einem Paralleluniversum zu landen scheint, ergattert sie ein paar geheimnisvolle Akten, die sie weiter in die Vergangenheit führen: Das Meeresforschungsinstitut in Förde scheint irgendwie mit dem Ungeheuer zusammenzuhängen.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, muss sie jedoch erst ihre Tauchangst überwinden, denn wo kann sie sich dem Ungeheuer stellen, wenn nicht in den Tiefen der See?

Beurteilung: 

Die Fortsetzung von Morlock hat mich richtig mitgerissen. Wie ich finde, ist „Ferne Gezeiten“ noch eine deutliche positive Steigerung zu ersten Teil. 

Alex ist eine sehr sympathische Heldin, wenn sie auch für mich persönlich ein bisschen zu sehr „Überfrau“ ist – fast schon unmenschlich diszipliniert, stark und begabt. Aber sie hat eben auch ihre Schwächen, und deswegen kann man sie trotzdem mögen.
Vor allem dass wir etwas aus ihrem Privatleben erfahren – aus der Beziehung zu Richard, und auch andere Personen aus ihrem Leben kennenlernen – bringt sie uns näher.
Ferne Gezeiten ist sehr kurz, aber auch sehr handlungsintensiv, deswegen ist das in etwas mehr als einer Stunde weggelesen. Und wundert Euch nicht über das Ende: Bei den Aurora-Episoden wird man ja immer mitten in der Handlung hängen gelassen, daran sind wir gewöhnt, aber hier hört es wirklich sehr unvermutet auf. Eine Frechheit J Immer wenn es spannend wird! 

Und auch in Morlock 1.2 werden erste zarte Bande der Zusammenhänge zwischen den Heldinnen geknüpft, aber nur ganz vage (vielleicht habe ich es mir auch nur eingebildet, weil ich unbedingt will, dass am Ende alles zusammenhängend ist, aber ich glaube nichtJ)
Dadurch schaffen es die Autoren des Aurora-Projekts aber auch, den Leser „am Haken“ zu halten. 

Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit Alex weitergeht.



Und auch mit Lex Littera, der 3. Superheldin, geht es bald weiter! 



Ganz aktuell gibt es auch bald eine Blogtour zu den ersten 4 Superheldinnen, schaut doch mal vorbei : https://www.facebook.com/traumhaftgeil/?fref=ts






Falls Ihr jetzt mehr zu den anderen Superheldinnen, den Autoren oder ganz allgemein zum Projekt Aurora wissen wollt:

Unter www.aurora.papierverzierer.de gibt es alles, was man wissen muss - und natürlich auf den Homepages und You Tube Kanälen der beteiligten Blogger und Autoren! 


Die Blogs :






















Die Autoren :


www.facebook.com/sandrabaumgaertnerautorin
www.sandra-baumgaertner.de
www.facebook.com/ann-kathrinkarschnickautorin
www.ann-kathrinkarschnick.de
https://www.facebook.com/aetherwelt/?ref=bookmarks
http://www.anja-bagus.de/
https://www.facebook.com/luciawiemer/  http://luciawiemer.blogspot.de/ https://www.facebook.com/sandraflorean.autorin/
http://sandraflorean-autorin.blogspot.de/
https://www.facebook.com/vogltanz
http://www.melanie-vogltanz.net
https://www.facebook.com/stephanie.linnhe/
http://www.stephanielinnhe.com/
https://www.facebook.com/cgbrinkmann/
http://carolinegbrinkmann.weebly.com 
Auf www.papierverzierer.de und auf http://www.aurora.papierverzierer.de/ habt ihr alle Infos zum Projekt komplett.

Samstag, 17. September 2016

Rezension [Plötzlich Banshee Nina MacKay]









Titel: Plötzlich Banshee
Autor: Nina MacKay
Verlag: IVI
Seiten: 400 Seiten
Preis: 15,00 €
Leseprobe: *klick*




Inhalt



Alana ist eine Banshee, eine Todesfee sollte man meinen, doch sie will sich ihrem Schicksal nicht hingeben.
Todesfeen sehen über jedem Menschen eine kleine Uhr und somit dem Todeszeitpunkt dieser Person. Alana hingegen versucht eher diese Menschen zu retten, was sie in doch manche sehr seltsame Situation bringt.
Doch als plötzlich Menschen verschwinden und diese dann tot aufgefunden werden, setzt sich Alana mit ihrer übernatürlichen Identität auseinander.


Meine Meinung



Ach Gott ich weiß überhaupt nicht wo ich Anfangen soll.
Soviele Lacher wie in diesem Buch hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. 
Alana ist ein wirklich toller Hauptcharakter und man hätte ihn gar nicht besser treffen können.
Sie hat soviel Biss, Humor aber auch den drang zur tollpatschigkeit.
Ich glaube sie lässt wirklich nichts aus.
Mit ihrer Identität kann sie aber eigentlich so gar nichts Anfangen, deswegen versucht Alana eher ein Schutzengel für die Menschen die in Gefahr schweben zu sein. 
Dies hat natürlich so einige Folgen.
Ich liebe ihre Art, sie ist taff, hat vor nichts Angst...wirklich nichts..ich meine wer springt auf fahrende Züge? 
Ich würde es nicht tun!
Als sie allerdings den Detektiven Dylan kennenlernt wird alles etwas anders.
Alana weiß das sie zu sich und zu dem was sie ist stehen muss.

Zu Dylan, nein ich mag ihn nicht und auch die kleine Romanze zwischen Dylan und Alana hätte man für meinen Geschmack weg lassen können. 
Dylan kommt mir viel zu hochgehoben rüber und passt für mich überhaupt nicht zu der Hauptprotagonistin.

Ich liebe ja alles was mit magischen Wesen zu tun hat und deswegen hat es mir auch so gut gefallen das wir in den Buch so einige kennenlernen. 
Eigentlich ist jeder Freund von Alana etwas besonderes. 
Der irischen und keltischen Mythologie wird, wie ich finde, viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt!

Nun zum Buch selbst...
Das Cover ist einfach nur der Hammer, ich habe mich wirklich sofort verliebt.
Die Schreibweise von Nina MacKay ist unglaublich angenehm, es lässt sich sehr leicht lesen ist total flüssig und mit sehr viele liebe zum Detail.
Ich bin schon gespannt auf weitere Bücher von ihr, denn Rotkäppchen und der Hipsterwolf habe ich schon vorbestellt :)

Freitag, 16. September 2016

Rezension: "Tötet uns alle" von Dan Wells

Titel: Tötet uns alle 
Autor: Dan Wells
Verlag und Info: Piper Verlag
TB, 1550 Seiten
Preis: 25,00 €
Reihe: Partials, alle 3 Bände in einem Roman
Genre: Dystopie



 „Tötet uns alle“ von Dan Wells

Die Partials-Trilogie auf 1550 Seiten – eine Dystopie, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anspricht.

Inhalt:

Was wir aus vielen Science Fiction Filmen kennen, ist Realität geworden: Die Menschen haben die Partials erschaffen – gentechnisch manipulierte Supersoldaten, die im letzten Weltkrieg den entscheidenden Vorteil verschaffen sollten.
Doch wurden die Partials so perfekt geschaffen, dass sie den Menschen zu ähnlich wurden. Sie erhoben sich gegen die Unterdrückung ihrer Rechte, und Menschen und Partials begannen sich erbarmungslos zu bekriegen.

Als die Regierung den geheimen „Aus“-Schalter drücken wollte, der die Partials stillegen sollte, wenn etwas schief ging, ging leider auch etwas schief: Die Seuche, die die Partials vernichten sollte, griff nur die Menschen an: Das aggressive Virus RM tötete die Menschheit bis auf wenige Tausend binnen einiger Tage.

Nun lebt der Rest der Menschen auf in einer kleinen Gemeinschaft in den Ruinen der Zivilisation mit einem großen Problem: Alle Kinder sterben binnen Stunden nach der Geburt an RM. Eine Lösung muss her – sonst stirbt die Menschheit in wenigen Jahrzehnten aus.
Kira Walker, eine junge, intelligente, engagierte Sanitäterin,  sieht nur einen Weg: Sie braucht einen lebenden Partial als Studienobjekt. Mit Ihrem Freund Marcus und ihren Freunden macht sie sich auf den Weg ins Feindesland, um einen Partial zu suchen und zu kidnappen. 

Doch damit löst sie Ereignisse aus, die die restliche Welt und das Weltbild der verbliebenen Menschen umstürzen werden.

Beurteilung 

Eine kurze Anmerkung zu den Äußerlichkeiten: Sammelbände mag ich eigentlich, aber das Buch ist so extrem schwer, dass es zum lesen echt etwas unhandlich ist :-) 
Aber das soll um Himmels willen niemanden aufhalten, denn gute Dystopien gerade auch für Gemüter, denen die derzeit typischen Jugendromane etwas zu kindlich sind, sind ja eher rar gesät, und zu dieser Gattung gehört Partials für mich definitiv dazu.

Auf diese Dystopie habe ich mich schon sehr lange gefreut. Lange stand sie im Bücherregal, was „Partials“ definitiv nicht verdient hat.  Eine Dystopie, die vom Stil und dem Niveau her mit der Silo-Reihe von Hugh Howey oder mit der Passage-Trilogie von Justin Cronin.
Umfangreich, detailreich, komplex, unglaublich spannend und toll zu lesen. Kira Walker ist eine sehr sympathische Protagonistin – eine junge starke Frau, die fast alles schafft, aber nicht ohne Rückschläge, Selbstzweifel und Eigentore, was sie unglaublich echt macht. Eine Person, als die sich jede Leserin in einer solchen Situation gerne sehen würde. 

Dan Wells schreibt unglaublich packend, und trotz des Umfangs hat man nie das Gefühl, dass die Geschichte zu kleinteilig wird oder der Autor sich in Einzelheiten und Nebensächlichkeiten verliert.  Im Gegenteil, durch den positiven Detailreichtum gewinnt die Geschichte sehr an Tiefe und Realismus.
Und wir sind auch nicht allzuweit in der Zukunft – die Geschichte spielt gerade mal im 2. Drittel des 21. Jahrhunderts, also eine Zeit, die einige unter uns vielleicht sogar noch erleben und dann vergleichen dürfen!

Partials bringt einige überraschende Wendungen mit. Vieles wird dem Leser zwar schon wahrscheinlich, lange bevor der Autor es auflöst, doch es gibt auch einige unvermutete Twists, die keine Langeweile aufkommen lassen.
Eine kleine Warnung an die zarten Gemüter: Es geht stellenweise schon etwas brutal zu, Tod, Krieg und Blut sind ein wesentlicher Bestandteil der Story, man sollte also nicht zu zart besaitet sein.

Und für alle Leser, die nach Romanen suchen, die auch ohne zu schnulzige Liebesgeschichten auskommen: Nein, dem Thema entkommt ihr auch in Partials nicht komplett – aber es ist eher als Nebensache eingebaut und dominiert die Handlung nicht.

Eine sehr gute Reihe, hier kann ich nur die volle Punktzahl geben, habe nix zu meckern – muss gelesen werden!