Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension: Wie die Luft zum Atmen von Brittainy C. Cherry








Titel: Wie die Luft zum Atmen
Autor: Brittainy C. Cherry
Verlag: LYX
Seiten: 368
Preis: € 14,00 Broschiert






 Inhalt:
Durch einen tragischen Autounfall verliert Liz die Liebe ihres Lebens, sie verschwindet von der Bildfläche und flüchtet mit ihrer Tochter Emma zu ihrer Mutter. Nach einem Jahr kehrt Liz in ihr altes "gewohntes" Leben und zu ihren Freunden zurück.
Sie selbst glaubt nicht daran das irgendjemand sie wieder ganz machen kann, bis sie auf Tristan trifft.
Auch er hat sein Päckchen mit sich zu tragen, nicht nur das er von allen gemieden wird und als Monster bezeichnet wird, nein auch er hat seine geliebte Frau und seinen Sohn verloren.


Beurteilung:

Ich muss ja zugeben, es ist ja eigentlich gar nicht mein Genre das ich so wirklich gerne lese. Eigentlich halte ich dann doch eher Abstand zu solchen "Schnulzen", trotzdem hatte ich mir dieses Buch letzte Woche zugelegt und habe "Wie die Luft zum atmen" tatsächlich in nur einem Tag gelesen gehabt.
Das soll was heißen!

Dieses Buch hat mir Tränen vor Trauer, als auch Tränen vor Lachen bereitet. An manchen Stellen hat es mir sogar den Atem geraubt.
Einen geliebten Menschen zu verlieren, dies zu überwältigen gelingt nur schwer und ich habe bei dieser Geschichte so mit Liz und Tristan gelitten, aber auch gehofft das doch noch irgendwie alles gut wird.
Es ist eine kleine Achterbahnfahrt die wir bei diesem Buch erleben dürfen.

Die Charaktere:

Liz mag ich irgendwie besonders gerne, sie hat eine sehr lockere Art, weiß wie mit ihrer kleinen Tochter umzugehen und alles zu meistern trotz ihrer Situation...und wo wir gerade dabei sind.
Ihre Tochter...Emma, ach Gott hab ich die kleine Qualle in Herz geschlossen, so ein kleiner Sausewind.
Die Idee mit den Federn und der Bilderbox haben mich ja heulen lassen wie ein kleines Baby.

Tristan, naja ich war echt skeptisch da er am Anfang wirklich die ein kompletter Arsch rüber kommt. Im Laufe der Geschichte aber weiß man doch warum er diese Mauer um sich gebaut hat und warum er so gefühlskalt ist.

Wer mir auch sehr ans Herz gewachsen ist war auf alle Fälle Lizzys beste Freundin Faye, so eine frohnatur sollte jeder an seiner Seite haben. Nicht nur das sie Liz bei Laune hält, nein sie kann sich immer voll und ganz auf sie verlassen.

Der Schreibstil:

Das Buch hat sich echt sehr einfach lesen lassen, ich hatte keinen Moment an dem ich dachte, bloß weg damit, oder ich brauch mal eine Pause.

Allerdings fand ich den Schluss. bzw die Geschichte mit Tanner etwas leicht überdreht und abgehoben, fast schon etwas zu dramatisch.

Wie die Luft zum Atmen hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich würde es auch jedem ans Herz legen der mal etwas Herzschmerz braucht.

Deswegen bekommt dieses Buch von mir 5 von 5 Sternchen

Freitag, 17. Februar 2017

Rezension Götterfunke - Liebe mich nicht von Marah Woolf


Titel: Götterfunke - Liebe mich nicht
Autor: Marah Woolf
Verlag: Dressler
Seiten: 464
Preis: € 18,99 Gebundene Ausgabe



Inhalt:

Nach der Trennung ihrer Eltern hat es Jess in ihrem Leben nicht gerade leicht, sie kümmert sich um ihre Schwester und um ihre Mutter die seit der Trennung dem Alkohol verfallen ist. 
Um vor ihrem tristen Alltag zu flüchten will Jess mit ihrer besten Freundin Robyn die Ferien in einem Sommercamp verbringen.
Auf dem Weg dort hin entkommen die beiden nur knapp dem Tod...denkt Jess zumindest, denn ein Junge mit extrem grünen Augen, ein Wolf und ein Mädchen retten ihr das Leben.
Kaum im Camp angekommen trifft sie genau auf diesen Jungen mit diesen wahnsinnigen Augen....doch er ist anders als Jess erwartet hat.


Beurteilung:

Wo fange ich nur an?
Am besten mal mit dem was mir so gar nicht gefallen hat.

Das Cover.
Bitte?! Was hat man sich dabei nur gedacht?
Ich finde es passt so gar nicht zu dem Buch, nimmt man dann aber den Schutzumschlag weg ist es wirklich schön! Viel viel schöner.
Das ist aber auch wirklich das einzigste was ich an dem Buch auszusetzen habe.

Die Charaktere.

Hauptprotagonistin Jess, hach wie ich sie mag.
Sie ist eine liebenswerte Person, so sehr familienbezogen und so friedliebend.
Ich hab sie so sehr in mein Herz geschlossen das ich wirklich traurig war als das Buch zu Ende war und ich jetzt doch wieder eine weile warten muss bis es weitergeht.
Nicht nur das sie alles für ihre Mutter und ihre kleine Schwester tun würde, nein ich glaube auch für ihre beste Freundin Robyn und ihren besten Freund Josh würde sie ihr Leben geben.
Und wo wir gerade dabei sind...Robyn...ahhhh NEIN wirklich NEIN, so eine unsympathische Person. Ich verstehe nicht das Jess sie als beste Freundin hat. 
Josh hingegen, so einen besten Freund sollten wir alle haben! Auch wenn er ein typischer Frauenheld ist, ist er trotzdem ein Traum von besten Freund.

Die Götter.

Cayden, ach es ist ein hin und her mit ihm. Irgendwie mag ich ihn, irgendwie aber auch nicht. Es ist wirkliche wie eine Achterbahnfahrt mit ihm. 
Am Anfang kam er mir furchtbar arrogant rüber, klar es ändert sich und er wird sehr nett Jess gegenüber, ABER dann auch wieder nicht. Ich sag es euch, er hat mich wahnsinnig gemacht.

Apoll hingegen, oh Gott ich hatte wirklich gehofft er wird das Herz von Jess erobern. Mir war er wirklich viel lieber als Cayden. 

Athene ist glaube ich eher die gelassene Mitte zwischen Apoll und Cayden. Wie ein kleiner und sehr neugieriger Aufpasser.


Marah Woolfs neues Buch Götterfunke hat mich, genau wie alle anderen Bücher von ihr vollkommen überzeugt. 
Der Schreibstil ist so angenehm zu lesen, ich hatte das Buch in kürzester Zeit durch. 
Es hat so viel Spaß gemacht Jess und Cayden zu begleiten das ich es gar nicht ausdrücken kann wie sehr ich mich auf den nächsten Band freue.
Ja wir müssen mal wieder warten, aber ich glaube es lohnt sich mal wieder.


Ich gebe Götterfunke vom Herzen gerne 5 von 5 Sternchen

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension: Unsterblich - Tor der Ewigkeit von Julie Kagawa





Titel: Unsterblich - Tor der Ewigkeit
Autor: Julie Kagawa
Verlag: Heyne
Seiten: 496
Preis: € 9,99


Inhalt:


Dunkelheit ist über die Welt gekommen, die Städte liegen in Trümmern, und selbst die Vampire sind nicht mehr in Sicherheit. 
Niemand weiß das besser als die toughe Allison Sekemoto, denn ihr wurde von dem gefährlichen Vampirmeister Sarren das genommen, was ihr am Teuersten war. 
Begleitet von ihrem geheimnisvollen Schöpfer Kanin und ihrem Blutsbruder Jackal nimmt Allie die Verfolgung Sarrens auf, um sich an ihm zu rächen. 
Doch Sarren lockt Allie in eine Falle, und plötzlich steht viel mehr auf dem Spiel als nur die Erfüllung von Allies Racheplänen …

Beurteilung:


Puh es fällt mir echt schwer hier die Rezi zu schreiben, ich hatte mich sehr lange auf den dritten Band der Unsterblich Reihe gefreut.

Leider wurde ich etwas enttäuscht.

Alleine der Einstieg viel mir sehr schwer, lag vielleicht auch daran das die Veröffentlichung der Bände so weit auseinander war.
Auch fehlte mir das Gewisse etwas, was ich eigentlich aus anderen Büchern der Autorin gewöhnt bin. 
Ich meine die Plötzlich Fee Reihe hat ein paar Bücher mehr und hier hat mich wirklich jedes Buch in den Bann genommen.

Es kam mir bei bis jetzt keinem Buch von Julie Kagawa vorlas ich es eine Weile zur Seite legen musste, leider war es hier der Fall.

Erst gegen Mitte des Buches ging dann die Aktion los und ich hatte mich so gefreut, doch dann auch hier hat sich vieles einfach zu arg in die Länge gezogen und einiges war vorhersehbar. 

Wirklich schade!! 

Mein Lieblingscharakter ist und bleibt Allison, sie war es von Anfang an der Reihe und wird es auch definitiv bleiben. 

Was mir sehr gut gefallen hat war die Entwicklung von Jackal, aber ich möchte nicht zuviel verraten für diejenigen die das Buch noch lesen wollen. Er ist mir doch ein kleines Stückchen mehr ans Herz gewachsen.

Der Schreibstil von Julie Kagawa hat wie ich finde in diesem Band echt etwas nachgelassen, mir hat diese Atmosphäre gefehlt die ich sonst in ihren Bücher geliebt habe. Es ist wirklich schade um dieses Buch. 

Was mir sehr gut gefallen hat, ich will ja nicht nur negativ reden, sind die Cover der Taschenbücher. 
Diese gefallen mir weitaus besser als die Hardcover.

Leider gibt es für Unsterblich - Tor der Ewigkeit nur 3 von 5 Sternchen

Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: "Emma, der Faun und das vergessene Buch" von Mechthild Gläser

Titel: Emma, der Faun und das vergessene Buch
Autor: Mechthild Gläser
Verlag und Infos: Loewe Verlag
HC, 416 Seiten
Preis: 18,95 €
Genre: Fantasy
Reihe: Nein

Emma, der Faun und das vergessene Buch - Mechthild Gläser


Inhalt: 

Emma ist 16 und geht auf das Eliteinternat Stoltzenburg, das von ihrem Vater geführt wird. Das Schloss selbst gehört der Familie de Winter.

Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres tauchen auf einmal der arrogante Sohn der Besitzerfamilie, Darcy de Winter, und sein Freund Toby auf, und verbarrikadieren sich im Westflügel, in dem Emma gerade erst eine tolle, ungenutzte Bibliothek gefunden hat.

Und nicht nur das: Eine anscheinend vergessene Chronik, die von verschiedenen früheren Bewohnern von Stoltzenburg geführt wurde, eröffnet ihr einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit der Burg.

Sie beschließt, die Chronik selbst fortzuführen, und entdeckt bald, dass anscheinend das, was sie in die Chronik schreibt, irgendwie alles eintritt - nur meist nicht ganz so, wie sie es beabsichtigt hat.

Vor allem ein Märchen, dass eine frühere Schülerin Stoltzenburgs in die Chronik geschrieben hat, hat es ihr angetan: Es geht um einen Faun, der ein Mensch werden wollte, wenn er seine große Liebe findet.

Kann da was dran sein? Emma stößt auf immer mehr merkwürdige Geschehnisse. Doch was hat das Ganze damit zu tun, dass auf einmal Darcy de Winter auf der Schule auftaucht, und beginnt, seine seit 4 Jahren verschwundene Schwester zu suchen?


Beurteilung 

Ein Buch mit diesem Titel MUSS man als fantasybegeisterter Mensch einfach lesen. 

Titel und Cover hatten mich bei einer Leserunde förmlich angesprungen und ich musste sofort beginnen, das Buch zu lesen. 24 Stunden später war ich fertig.

Ja, als geübter Fantasyleser hat man ein Buch, dessen Einträge wahr werden, sicherlich schon mal gehabt, die Idee ist also nicht so ganz neu. 
ABER in der Umsetzung und in Zusammenhang mit einem verschwundenen Mädchen und einem traurigen Märchen finde ich die Story einfach nur zauberhaft :-)

Mechthild Gläser nimmt einen von Beginn an mit der Atmosphäre des Schlosses und der Spannung zwischen Emma und dem hochnäsigen Darcy gefangen - man spürt einfach, dass da noch viel passieren wird. 

Das tolle an dem Buch ist, dass man wirklich die ganze Zeit am rätseln ist, wie die Ereignisse den nun zusammenhängen, wer mit dem alten Buch zu tun hat, wer auf der Burg mehr weiß oder mehr ist, als er zu sein vorgibt. 

Und ich kann Euch eins sagen: Ich hatte viele Ideen, aber das Ende hat mich trotzdem überrascht. 

Emma, Darcy und die anderen Protagonisten sind toll und lebensecht beschrieben, ich konnte mich total in die Situationen und die Atmosphäre der einzelnen Szenen reinversetzen und habe es richtig vor mir gesehen, das macht für mich einfach ein gutes Buch aus. Ich konnte mir das richtig toll verfilmt vorstellen.

Es klingt ein bisschen wie ein Jugendbuch, aber auch ich in meinem betagten Alter von 38 hatte hier noch total viel Spaß beim Lesen. 

Ein richtig gutes, erfrischendes Fantasymärchen in realer Umgebung, das mir totalen Spaß gemacht hat und meine Fantasie auf Trab gehalten hat.

Für dieses Leseerlebnis gebe ich gerne 5 von 5 Rezisternchen! 

Rezension: "Dark Wood" von Thomas Finn

Titel: Dark Wood
Autor: Thomas Finn
Verlag und Infos: Knaur Verlag
TB, 464 Seiten
Preis: 9,99 €
Genre: Horror / Thriller
Reihe: Nein

Dark Wood - Thomas Finn


Inhalt 

Eine Realtiyshow ist der neueste Hype: Eine Gruppe Firmenmitglieder aus Unternehmen, die kurz vor dem Bankrott stehen, tritt irgendwo in der Wildnis gegeneinander an und muss bestimmte Aufgaben lösen (stellt es Euch so ähnlich wie unser Dschungelcamp vor, nur gefährlicher!). Damit können Sie für Ihre Firma 500.000 € erspielen und ein Teilnehmer für sich selber eine Siegprämie von 50.000 € einstreichen, wenn ihn sein Team zum Sieger erklärt.

Die 6 Angestellten einer Werbeagentur machen bei der Show mit und werden in Norwegen in einem Wald ausgesetzt. Doch schon bald ereignen sich Dinge, die nach ihrer Meinung nicht Teil der Show sein können. 

Gruppenmitglieder verletzen sich, sie sehen seltsame Dinge im Wald und finden noch unheimlichere Schauplätze. Gerüchten zufolge, die sie kurz vor dem Beginn der Sho gehört haben, ranken sich etliche Schauergeschichten um den Wald, in dem sie spielen - doch natürlich will niemand daran glauben, dass hier seltsame Wesen Menschen stehlen. 

Doch es tauchen immer mehr Anzeichen auf, dass wirklich etwas nicht stimmt - und das Filmteam scheint ebenfalls verschwunden zu sein. 

Spätestens als sich jemand schwer verletzt, ahnen die Teammitglieder, dass das nicht mehr alles nur Spiel ist. Das jeder jeden hasst, weil sie sich für die Siegprämie alle gegenseitig in die Pfanne hauen wollen, macht es auch nicht leichter, die Situation durchzustehen. 

Und dann eskaliert die Situation erst richtig..... 


Beurteilung 

Aufgrund einer Empfehlung habe ich diesen Thriller gelesen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort dabei: Reality-Show gepaart mit einer Horrorstory, das klingt doch mal richtig gut.

Und das ist es auch. Hier ist für jeden was dabei: Mysteriöse Trollwesen, verschwundene Menschen, verwüstete Szenerien, unheimliche Leichenfunde, ein geheimes Höhlensystem, seltsame medizinische Forschungen - da bleiben keine Wünsche offen.

Sehr packend geschrieben, ich konnte das Buch von Anfang an kaum zur Seite legen. Die Firmenmitglieder sind sehr unterschiedliche Charaktere und bedienen jedes Klischee: Unauffällige Büromaus, Schicki-Micki-Tussi, der aufgeblasene Blender, der IT-Nerd, der gute Familienvater - es ist für jeden was dabei, mit dem er oder sie sich identifizieren kann oder entsprechend ein "Feindbild" aufbauen kann. 

Und entsprechend explosiv ist natürlich auch die Stimmung während der Challenges. Was den Spaß ausmacht, ist vielleicht, das jeder Leser ein bisschen was von sich oder seinem Umfeld hier wiedererkennen kann, und auch das Szenario der Reality-Show ist ja heutzutage nicht mehr so weit hergeholt. 

Ich finde die Idee wirklich toll und grandios umgesetzt und auch die Auflösung am Ende ziemlich überraschend, damit hatte ich so bis kurz vor Ende des Buchs tatsächlich nicht gerechnet. 

Kann ich nur jedem Fan von Spannung und Horror total ans Herz legen, ist aber nichts für schwache Nerven! 

Dark Wood kann sich bei den wirklich guten Thrillern ohne Probleme einreihen und bekommt von mir von ganzem Herzen 5 von 5 Sternchen. Dieses Buch ist einer der Gründe dafür, dass ich es in nächster Zeit doch wieder öfter mal mit einem Thriller auch abseits meiner geliebten Fantasy probieren werde!

Rezension: "Der Earl von Gaudibert" von M.W. Ludwig

Titel: Der Earl von Gaudibert
Autor: M.W. Ludwig
Verlag und Infos: Art Skript Phantastik Verlag
TB, 197 Seiten
Preis: 5,20 €
Genre: Steampunk/Fantasy
Reihe: Nein

Der Earl von Gaudibert - M.W. Ludwig


Inhalt

Der distinguierte Earl von Gaudibert ist seit jeher fasziniert vom Mond und seinen Möglichkeiten, und studiert diesen schon seit Langem.

Irgendwann verselbständigen sich seine Geschichten, und vor der gesamten feinen Gesellschaft erzählt er in seinem Lieblingsclub, dass er bereits auf dem Mond war, dort seltsame Wesen getroffen hat und ein Diamantfeld besitzt. 

Dumm nur, dass ihm nicht jeder glaubt und ihm ein Möchtegern-Spiritist eine Wette anbietet: Der Earl soll binnen 2 Wochen den Beweis für seine Mondreise antreten, sonst verliert er sein gesamtes Vermögen.
Da es für den Earl nichts Schlimmeres gibt, als sein Gesicht zu verlieren, geht er auf die Wette ein - auch um die schöne Lady Mircalla zu beeindrucken, die er unbedingt ehelichen will.

Doch dann beginnt die Verzweiflung: Wie soll er diese Wette nur gewinnen? Zusammen mit den zwilichtigen Gestalten Sugg und Gann und anderen Gehilfen beginnt er den Wettlauf mit der Zeit (und allerhand abenteuerlichen Gerätschaften und Individuen).


Beurteilung 

Ich bin ja eigentlich nicht so der Fan von Novellen - das ist mehr wie eine Kurzgeschichte und weniger wie ein Roman, also nichts Halbes und nichts Ganzes :-)

Da ich den Verlag aber durch meine Blogarbeit schon kenne und auch die hohe Qualität der dort erscheinenden Geschichten, habe ich mich auch dieser Novelle angenommen. 

Der Autor ist mir bislang unbekannt. Wir treffen auf einen etwas altmodischen, aber gut zu lesenden Schreibstil, eine amüsante und sehr kurzweilige Erzählweise und interessante und liebenswürdige Charaktere. 
Tollpatschiger feiner Herr mit einfachem Gemüt und gutem Herz stolpert mehr oder weniger ohne eigenes Zutun immer wieder über die genau richtigen Personen, die ihm im letzten Moment weiterhelfen. 
Die eigentlichen Helden sind hier die Handlanger des Earl, und den klassischen Bösewicht haben wir natürlich auch. 
Ein bisschen mutet die Szenerie an wie in einem Western, finde ich, auch wenn es kein Duell in diesem Sinne gibt, läuft das Finale der Wette doch fast darauf hinaus. 

Viel Steampunk gibt es hier eigentlich auch nicht, so dass ich die Novelle eigentlich nicht guten Gewissens in dieses Genre klassifizieren kann - eigentlich ist es einfach nur eine gute, erfundene Geschichte aus der feinen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts. 

Fazit: Amüsant, kurzweilig, nette Idee, warum nicht? Mit diese Novelle kommt keine Langeweile auf, und es ist mal was anderes als die klassischen Szenerien aus Fantasy oder Steampunk. 

Jetzt kommt das große kleine Aber: Es war zwar sehr nett zu lesen, aber vom Hocker geholt hat es mich jetzt auch nicht. Deswegen gebe ich 4 von 5 Rezisternchen. 

Rezension: "Fictional Reality" von Christin C. Mittler

Titel: Fictional Reality
Autor: Christin C. Mittler
Verlag und Infos: Tagträumer Verlag 
TB, 248 Seiten
Preis: 12,90 €
Genre: Fantasy
Reihe: Nein

 Fictional Reality - Christin C. Mittler


Inhalt:

Alexandras Schwestern und Eltern sterben bei einem furchtbaren Autounfall im Winter.
Nun muss die fast 18-jährige Alex zu einer Tante ziehen und versuchen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Anfangs schiebt sie ihre seltsamen Gedächtnislücken darauf, dass sie in Ihrer Trauer einiges nicht mitbekommen hat. Doch es fehlt ihr nach dem Unfall einfach ein kompletter Monat - sie kann sich nicht mal an die Beerdigung erinnern!

Dazu kommt, dass sie sich manchmal fühlt wie ferngesteuert. Sie tut Dinge, obwohl sie eigentlich etwas ganz anderes machen wollte. Als sie ihrem Klassenkamerad Liam näher kommt und dazu beginnt, wieder zur Schule zu gehen, scheint sich ihr Leben langsam wieder zu normalisieren.

Doch die seltsamen Momente treten weiter auf. Dann schenkt ihr Liam eher zufällig einen Comic, der Alex auf eine unglaublich scheinende Idee bringt: Vielleicht bildet sie sich die Aussetzer und die gegen ihren Willen stattfindenen Ereignisse gar nicht nur ein? Kann jemand ihr Leben und ihre Wahrnehmung irgendwie von außen beeinflussen?

Auf ihre Idee fixiert, zieht sie Liam ins Vertrauen und gemeinsam versuchen die Beiden, der Ursache auf den Grund zu gehen...


Inhalt:

Fictional Reality - der Titel zwingt den Fantasyfan ja förmlich zum lesen. Das Buch hat mich sofort angesprochen. Tatsächlich habe ich keine Ahnung gehabt, worum es in dem Buch geht, als ich angefangen habe zu lesen - ich habe mir nicht mal den Klappentext angeschaut.

So bin ich wirklich total unvoreingenommen in die Geschichte "gestolpert", und ich liebe Romane, bei denen ich von Seite 1 an "voll drin" bin. Das war hier der Fall. Man findet sich kurz vor dem Unfall mitten im turbulenten Leben von Alex' Familie wieder und muss sie sofort gern haben.

Der Autorin gelingt es, durch einen sehr mitreißenden Schreibstil und einen zügigen Handlungsverlauf, der nicht zu oberflächlich, aber auch nicht sehr tiefschürfend ist, den Leser sofort mitzureißen und lässt auf keiner Seite irgendwo Langeweile aufkommen.

Ohne zuviel verraten zu wollen, möchte ich jedem potentiellen Leser nur den einen Rat mit auf den Weg geben: Ich fand die Geschichte toll, man darf aber kein Logikfanatiker sein,wenn man diese Geschichte liest, oder gewisse Dinge realistisch hinterfragen - das würde hier sicher nicht lange gutgehen :-)

Dieser Fantasyroman macht wirklich Spaß beim Lesen, allerdings fand ich das Ende ein bisschen blöd, ich glaube nicht, dass sich wirklich irgendjemand auf der Welt in Alex Situation so entschieden hätte, wie sie es getan hat. Anders wäre es spannender gewesen und hätte vielleicht sogar Potential zu einer Fortsetzung gehabt.

Die Idee des Romans an sich aber fand ich faszinierend, dass sich ein Autor mal so direkt mit dieser Thematik auseinandersetzt, habe ich bislang nur selten gesehen. 

Diesen Roman empfehle ich gerne, dennoch finde ich man hätte inhaltlich weitaus mehr draus machen können.

Daher gebe ich hier 4 von 5 Rezisternchen.