Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension: "Blue Screen" von Dan Wells

Titel: Blue Screen
Autor: Dan Wells 
Verlag und Infos: Piper Verlag
TB, 364 Seiten
Preis: 12,99 €
Reihe: Ja, Band 1 der Mirador-Reihe 
Genre: Dystopie / Jugendbuch

Blue Screen - Dan Wells



Inhaltsangabe: 

Wir befinden uns im Jahr 2050. Die Menschheit lebt mit einer fortgeschrittenen Technik: So gut wie jeder hat eine Anschlussbuchse in seinen Körper inplantiert und hat ein sogenanntes "Djinni" im Kopf installiert -es ermöglicht quasi das Zugreifen auf das Internet, Straßenkarten, Chats, virtuelle Realitäten und vieles mehr mittels einem Augenblinzeln. 

Ohne Djinni ist man sozial ausgeknockt- auch die Häuser und Wohnräume werden mittlerweile nur noch mittels Djinni gesteuert, so dass man ohne den virtuellen Schlüssel oft nicht einmal mehr die eigene Wohnung verlassen oder betreten kann.

Doch was passiert, wenn im eigenen Kopf nicht mehr kontrollierbare Computerviren im großen Stil freigesetzt werden? 

Eine neue Droge, das sogenannte Blue Screen, scheint ganz groß in Mode zu sein und wird konsumiert, in dem man sich einen entsprechenden USB-Stick in seinen implantierten Port steckt. Angeblich soll das nur für ein paar Minuten einen absoluten Kick geben, ohne den Körper oder die Umgebung negativ zu beeinflussen - doch Marisa erlebt etwas ganz Anderes, als sie dabei ist, wie ihre Freundin Anja die Droge zu sich nimmt. 

Marisa und ihre Freunde fassen den Entschluss, der Verbreitung der Droge einen Riegel vorzuschieben, finden sich aber schnell in einer Situation wieder, die ihnen über den Kopf zu wachsen steht, und stehen unsichtbaren, aber mächtigen Feinden gegenüber.


Beurteilung 

So, das ist ja mal wieder genau meins: Eine Dystopie in nicht allzuferner Zukunft, mit einer weiterentwickelten Technik, die nach dem heutigen Stand und Trend nicht allzuweit hergeholt scheint.

Der Autor versteht es in diesem Roman sehr meisterhaft, mit der bei vielen Menschen unterbewußt vorhandenen Angst vor einer nicht mehr kontrollierbaren Weiterentwicklung der Technik zu spielen, und gerade weil es nicht so unwahrscheinlich scheint, ist dieser Roman so packend. 

In Los Angeles ist Marisa eines von 4 Kindern einer Einwandererfamilie, die ein Restaurant im Viertel Mirador von Los Angeles führen und die wie alle anderen Schutzgeld an eine Gang zahlen, um in Ruhe gelassen zu werden. Ihre Freunde stammen aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und haben auch unterschiedliche Migrationshintergründe, so dass wir neben den Erlebnissen von Marias Clique einen Einblick in die unterschiedlichen Lebensverhältnisse bekommen, die jedoch im virtuellen Leben der Jugendlichen keine Rolle spielen - sich wohl aber im realen Leben deutlich bemerkmar machen, schon bei der Qualität der genutzten Technik, denn auch im hochvirtuellen Zeitalter ist nichts umsonst und nicht jeder kann sich alles leisten.

Ich fand Blue Screen total spannend, einfach supergut geschrieben - was anderes ist von Dan Wells auch kaum zu erwarten. Blue Screen ist in sich eigentlich eine abgeschlossene,, wenn auch nicht beendete Geschichte, es ist jedoch der Start einer Reihe, und ich freue mich schon darauf zu lesen, wie es Marisa und ihrer Clique weiter ergeht.

Am Anfang fand ich es schon ein bisschen albern mir vorzustellen, dass die Menschen irgendwann alle so etwas wie einen USB Anschluss am Kopf haben, aber wenn man mal darüber nachdenkt, irgendwie muss sich ja die Technik dahin entwickeln, und warum soll es nicht ein Stadium geben, in dem man Anschlüsse am Körper hat? Ist auch nicht verrückter, als sich irgendwelche Metall- oder Gummiteile unter die Haut implantieren zu lassen, und das gibt es heute schon.

Ob wir dann auch gleich alle, wie es in dem Roman zumindest um Marias Clique dargestellt wird, alle auch gleich begnadete Hacker sein werden, sei mal dahingestellt. Ich denke da hat Dan Wells einfach der Story zuliebe eine Clique Superhelden zusammengebracht, die alle gerade genau die richtigen Kontakte und Fähigkeiten haben. Aber hey, es ist ja auch eine erfundene Erzählung und keine Tatsachenreportage :-)

Auf jeden Fall hat mir das Buch großen Spaß gemacht - ließ sich super lesen, war verständlich geschrieben, durchgehend spannend und die Vision, dass das Leben irgendwann mehr virtuell als real stattfindet, finde ich sowieso sehr faszinierend und beobachte die tatsächliche Entwicklung schon jetzt mit großem Interesse. 

Also, ich hab nichts zu nörgeln, und auch diesem Buch gebe ich die volle Punktzahl und werde die Fortsetzung, wenn sie erscheint, definitiv lesen. 



Rezension: "das Amulett in der Wüste" von Fay Winterberg

Titel: Das Amulett in der Wüste
Autor: Fay Winterberg
TB, 202 Seiten
Preis: 13,80 €
Reihe: Ja, Teil 2 der New-Steampunk-Age-Reihe
Genre: Steampunk, Vampire 

Das Amulett in der Wüste - Fay Winterberg 


Inhalt: 

Lilith und ihr Vater werden vom Prinz von London, Elisabeth, zur großen Vampirzusammenkunft eingeladen. 
Die Stimmung ist sehr spannungsgeladen, denn Elisabeth und Liliths Vater Elias verbindet eine gemeinsame Vergangenheit - wie so viele der alten Vampire der Welt.

Elisabeth erzählt der jungen Archäologin von einem geheimnisvollen neuen Fund in den Ausgrabungsstätten Ägyptens und lässt sie dorthin einfliegen, da Lilith als Halbvampirin die einzige Person zu sein scheint, die den Raum, in dem ein seltsamer Gegenstand zu sein scheint, betreten und diesen bergen kann.

Doch in dem alten Pharaonengrab stößt Lilith auf Dinge, die sie auch nach dem Besuch in Ägypten nicht loslassen werden - den sie hat tatsächlich das 3. Amulett der drei Amulette des alten und mächtigen Vampirs Lazarus gefunden, an denen auch noch andere ein großes Interesse haben, und das nicht unbedingt aus freundlichen Gründen.


Beurteilung 

Wie ich schon der Verlegerin mitgeteilt habe, lasse ich auch hier gleich am Anfang mal die Bombe platzen: Der Cliffhanger am Ende ist ja wohl das übelste, miesteste...... was ich seit langer Zeit gesehen habe!!! 

Man, einen in so einem moment echt explosiver Spannung hängen lassen, da blättert man um ...und dann? Buch fertig! Gibt es das! Nein! Und dann fragt man: Ja, wann kommt denn nun Band 3, ich muss ja SOFORT weiterlesen.... dann kommt: Wenn es gut läuft 2018. 

ARGH.

Aber nun gut, ich will ja hier nicht meckern, sondern rezensieren:-) 

Wie der Reihenname schon sagt: New-Steampunk-Age ist angesagt, und da ist alles erlaubt. Die altehrwürdige Vampirwelt wird mal schwupps in die moderne Zeit versetzt - Die Existenz von Vampiren und anderen magischen Wesen ist bewiesen, anerkannt und (in weiten Teilen der Menschheit) akzeptiert. 
Menschen, Vampire, Gestaltwandler und Hexen leben mehr oder weniger friedlich nebeneinander und profitieren von den jeweiligen Fähigkeiten der anderen. 
Die Raumfahrtära der Menschen ist Vergangenheit, und man konzentriert sich lieber darauf, auf der Erde eine neue Zukunft aufzubauen.

Der klassische Steampunk tritt in dieser Reihe eher in den Hintergrund, ist aber immer wieder in einzelnen Elementen wie zum Beispiel der Art zu Reisen, erkennbar. 

Ich finde die Kombination aus Moderne, uralter Vampirmystik und Steampunk einzigartig und von Fay Winterberg absolut gelungen. Um die sympathische Lilith herum noch dreimal mehr, weil sie wirklich eine super charakterisierte und sehr liebenswerte Hauptfigur darstellt. 

Trotz der relativen Kürze des Buchs ist die Erzählung nicht oberflächlich, sondern einfach nur gut durchdacht - die Autorin hält sich nicht mit überflüssigen Beschreibungen oder Verschachtelungen auf, stellt aber dennoch alle notwendigen Fakten gut zusammen, um Tiefe in die Story zu bringen, und versteht es auch mit weniger Worten, Atmosphäre und Umgebung sehr plastisch zu beschreiben, so dass man beispielsweise in der Wüste die Hitze und den Staub beim Lesen meint, spüren zu können, und ebenso die kühle und spannungsgeladene Atmosphäre bei den Zusammenkünften der Vampire erahnen kann.

Wie schon gesagt, die Kombination der Elemente von Genres, die eigentlich nicht miteinander vermischt werden, macht die Reihe zu einem ziemlich einzigartigen und kurzweiligen Erlebnis, und somit kann ich nur empfehlen, sich die Reihe einmal anzusehen, angefangen mit dem ersten Band "Wien, Stadt der Vampire", die laut der Homepage des Verlags wohl einmal insgesamt 8 Teile umfassen soll und uns somit wohl noch einige Jahre begleiten wird.

Ich freue mich darauf und vergebe 5 von 5 Rezisternchen.


Rezension: "Die Brautprinzessin" - William Goldman

Titel: Die Brautprinzession
Autor: William Goldman
TB, 426 Seiten
Preis: 12,00 €
Reihe: nein
Genre: Fantasy/Märchen

Die Brautprinzessin - William Goldman


Inhalt 

Jetzt wird es schon schwierig. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Buch im Buch. Im Kern, im Märchen um die Brautprinzessin, geht es um ein junges hübsches Mädchen, das aufgrund von seiner Schönheit vom Prinzen zur Braut auserkoren wird. Bevor es zur Hochzeit kommen kann, wird sie jedoch entführt - dumm nur, dass sie dann auch den Entführern noch entführt wird, da es ein reges Interesse an ihrer Person zu geben scheint.

Eigentlich will Sie jedoch nur ihre wahre Liebe zurückbekommen - doch das ist der ehemalige Stallbursche Westley, der nach Amerika ausgezogen ist, um das Glück für sie beide zu finden, jedoch bei einem Schiffsunglück auf dem Weg nach Amerika ums Leben kam.

Doch scheinbar stimmte das nicht ganz, denn Westley taucht wieder auf - sehr zum Unglück des Bräutigams, der sich eine perfide Strategie überlegt, den Geliebten seiner Braut loszuwerden, ohne die Braut selbst unglücklich zu machen und sie dennoch für sich zu gewinnen.

Doch erstmal muss natürlich die Entführte zurück in den heimatlichen Stall - Verzeihung, ins heimatliche Schloss gebracht werden. 

Beurteilung 

Wie Eingangs schon erwähnt, handelt es sich um ein Buch im Buch: Gefühlt 20 % der gesamten Seitenanzahl bestehen daraus, dass der Autor von sich selbst und der Entstehungsgeschichte des Buches "Die Brautprinzessin" erzählt.
Ich fand das so authentisch, dass ich selbst vor dieser Rezension erstmal nachschlagen musste, ob es den genannten eigentlich Autor der Original-Brautprinzessin tatsächlich gab - und hier ist die Antwort: Nein, auch das gehört zur erfundenen Geschichte des Autors dazu.

Eigentlich soll die Brautprinzessin angeblich von T.S. Morgenstern geschrieben worden sein und sein Leben als Kind nachhaltig beeinflusst haben, so dass er als Erwachsener beschloss, die Geschichte um die unspannenden Seiten zu kürzen und nur den spannenden Kern der Geschichte wiederzugeben.

Immer wieder macht der Autor, während er die Brautprinzessin "nacherzählt", Breaks in der Story, um zu begründen, warum er was an dieser Stelle weggestrichen hat.

Und Ihr, liebe Leute, die das Buch vielleicht aus lest: Macht nicht den Fehler, die Einführung und diese Passagen zu überspringen! Genau das ist das, was dieses Buch wirklich lustig macht, denn der Autor William Goldman erzählt das so echt und originell und mit einer ordentlichen Prise Selbstironie, das man immer wieder schmunzeln muss. Vor allem, wenn er so subtil über seine Frau herzieht oder T.S. Morgenstern wegen seinem Schreibstil fertigmacht.

Nicht zu vergessen natürlich die armen Protagonisten Butterblume (die Brautprinzessin) und Westley sowie ihre liebenswürdigen Entführer, die so lieb und sympathisch und doch auch unglaublich doof und naiv sind, das es einfach nur Spaß macht, die Geschichte zu lesen, auch wenn sie, wie ich finde, ein bisschen zwischen der wahren Geschichte des Autors untergeht. 

Übrigens wurde die Story in den 80er Jahren tatsächlich verfilmt, und wer noch etwas mehr über dieses Buch wissen möchte, dem sei auch der Wikipedia-Artikel dazu empfohlen: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Brautprinzessin um die Hintergründe besser zu verstehen.

Das Buch stammt eigentlich aus dem Jahr 1973, wurde aber 2016 vom Verlag nochmal neu aufgelegt und hat überhaupt nichts altmodisches, sondern ist zeitlos modern ( Märchen können ja eigentlich sowieso nie aus der Mode kommen, oder?)

Also, wer mal ein sehr humorvolles, intelligentes Buch mit einem erfrischend neu geschriebenen Märchen lesen will, ist hier sehr gut bedient - auch hier kann ich nur 5 von 5 Rezisternchen geben, alles andere wäre unfair.

Rezension: "Broken Monsters" von Lauren Beukes

Titel: Broken Monsters
Autor: Lauren Beukes
Verlag und Infos: Rowohlt Verlag
TB, 527 Seiten
Preis: 9,99 €
Genre: Thriller/Mystery
Reihe: Nein

Broken Monsters - Lauren Beukes


Inhalt 

Detroit ist eine ziemlich kaputte Stadt mit vielen kaputten Häusern und vielen kaputten Menschen.

Ein schwarzer Junge wird tot aufgefunden. Aber es handelt sich um einen makabren Mord: Der untere Teil der Leiche fehlt - statt dessen ist ein halber Hirsch an den Jungen angenäht... wenige Tage danach eine zweite Leiche: Eine ältere Dame, die ein Töpferstudio leitet, wird verbrannt und als Kunstwerk verarbeitet in ihrem eigenen Ofen gefunden.

Die Suche nach dem Mörder beginnt, mittendrin die leitende Ermittlerin Gabriella Versado. Doch der Fall wird immer außergewöhnlicher: Seltsame, mit Kreide gezeichnete Türen finden sich auf einmal überall in Detroit - der gleichen Art, wie sie auch in der Nähe der Leiche des Jungen gefunden wurde.

Der Fall nimmt Gabriellas gesamte Aufmerksamkeit ein, und doch muss Sie sich auch noch um ihre Teenager-Tochter Layla kümmern, die es momentan auch nicht gerade leicht hat. Zudem muss Sie sich den ehrgeizigen Blogger Jonno vom Hals halten, der Wind von der Story bekommen hat und versucht, damit den großen Durchbruch in der Bloggerszene zu schaffen, obwohl die Polizei die Einzelheiten des Falls eigentlich unter Verschluss halten will.

Handelt es sich bei dem Täter um einen Serienmörder, um einen seltsamen Kult, was sind seine Motive? Der Fall wird immer rätselhafter, und zum Schluss wird auch noch Gabis Tochter Layla in die Ermittlungen hineingezogen, ohne es zu wollen...


Beurteilung 

Was sich zunächst wie ein etwas makabrer Thriller liest, ist auch einer. Zu etwas Besonderem wird der Roman aber durch den Touch von Mystery, bei dem bis zum Schluss nicht klar wird, ob es sich bei den Geschehnissen um etwas Reales handelt oder ob hier ein psychologisch geschickter Geisteskranker am Werk ist, der es schafft, die Wahrnehmung aller Menschen, die ihm begegnen, zu manipulieren. 

Überraschenderweise fand ich das Buch sehr gut, obwohl ich eigentlich kein Freund des 08/15 Thrillers bin, was in meinen Augen meist nichts anderes ist als ein besonders spannender und etwas komplexerer Krimi.

Das Buch deckt einen Zeitraum von nur knapp 14 Tagen ab - die Kapitel sind unterteilt in die Geschehnisse der einzelnen Tage. Am Anfang werden uns die Protagonisten und Ihre Lebensumstände kurz vorgestellt: Die Ermittlerin Gabi und ihre Tochter Layla, der Blogger Jonno, der Obdachlosenbetreuer TK und sein Freund Ramon, und der verlassene Vielleicht-Vater Clayton. 

Nach und nach werden dann die Handlungsstränge zusammengeführt, die Personen begegnen sich in verschiedenen Variationen unter verschiedenen Umständen, bis es dann am Ende zum großen und ziemlich psychedelischen Showdown kommt.

Ich muss den Hut ziehen vor der recht morbiden Fantasie der Autorin, die sich vor allem die Kreativität des Mörders in allen Einzelheiten ausgedacht und ausführlichst dargestellt hat. 

Dennoch: Der Roman ist außerordentlich gut zu lesen, total spannend von Anfang bis Ende, ich habe das Buch in etwas mehr als einem Tag weggelesen, super Lesefluss. Nicht zu komplex und verschachtelt, relativ einfacher Sprachgebrauch und die Handlungsstränge der verschiedenen Protagonisten sind immer gut nachzuvollziehen.

Trotz der stellenweise echt kranken Umstände der Morde würde ich das Buch nicht als blutrünstig oder splattermäßig bescchreiben, das wird sprachlich sehr malerisch umschifft, so dass auch zartbesaitetere Leser das Buch zur Hand nehmen können.

Nicht zu vergessen, dass die Hauptpersonen - vielleicht mal abgesehen vom Mörder - sehr gut dargestellt sind, man kann sie sich wirklich gut vorstellen, und neben der eigentlichen Krimigeschichte macht es auch Spaß, das "normale" Leben der Protagonisten zu erleben und zu verfolgen.

Fazit: Echt gelungenes Buch, ein kurzweiliges, hochspannendes, rasantes Lesevergnügen, sollte man nicht verpassen. 

Hierfür gibt es von mir 5 von 5 Rezisternchen.


Montag, 28. November 2016

Rezension [Das Frostmädchen - Stefanie Lasthaus]






Titel: Das Frostmädchen
Autor: Stefanie Lasthaus
Verlag: Heyne
Seiten: 400
Preis: € 12,99

Inhalt: 

Neve flieht nach einem Streit mit ihrem Mann in die klirrende kälte des kanadischen Winters. 
Sie verirrt sich, wird aber glücklicherweise von einem jungen Künstler Namens Lauri gefunden und wieder aufgepeppelt. 
Neve fühlt sich bei Lauri sofort geborgen und aufgehoben, doch etwas ist mit Neve passiert....die Wintermagie in ihr wurde frei gelassen.

Beurteilung:

Hach, ich tu mir hier echt schwer. 
An sich ist die Idee zu diesem Buch wirklich gut, allerdings konnte ich zu den Charakteren irgendwie keinen Bezug fassen. 
Mir hat da das gewisse "etwas" gefehlt.
Auch diese Liebelei zwischen Neve und Lauri, sie ging mir etwas auf die Nerven muss ich sagen. 
Dieses hin und her und hin und her.

Die Beschreibung von Lauri und Neve war okay aber irgendwie hat mir immer etwas gefehlt. Gerne würde ich etwas positiveres schreiben, denn die Geschichte an sich oder der Gedanke der Geschichte hatte mir sehr gut gefallen. 
Die gute Umsetzung hat allerdigs leider gefehlt.

Trotzdem muss ich sagen das der Schreibstil der Autorin sehr angenehm war, auch wenn ich micht teilweise durch die Zeilen quälen musste, machte es der Schreibstil an manchen Stellen etwas leichter.

Gegen Mitte des Buches wurdes es etwas interessanter und ich hatte wirklich gehofft JETZT kommt der Umschwung, leider war dem nicht so.
Auch das Happy End der Geschichte war leider sehr klar.

Leider nur 3 von 5 Sternchen

Rezension [Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich - Elizabeth May]






Titel: Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich
Autor: Elizabeth May
Verlag: Heyne
Seiten: 480
Preis: € 14,99

Inhalt:

Aileana ist durch das magische Portal, das sie eigentlich schließen wollte, verschwunden. Auf der anderes Seite, der düsteren Feenwelt, erwartet sie nichts gutes. 
Sie ist dem Feind und Folter ausgeliefert.
Durch unerwartete Hilfe kann sie in die Menschenwelt fliehen, doch dort herrschen mittlerweile die Feen und das Chaos beginnt.

Beurteilung:

Wie schön das der zweite Band übersetzt wurde, wer den ersten Band geliebt hat, wird diesen auch mögen.

Die Geschichte beginnt brutal, sehr brutal. 
Aileana wird von Lonnrach gefoltert und gequält und wie ich finde, nimmt die Autorin hier kein Blatt vor den Mund. 
Selbst als sie befreit wird und in die Menschenwelt zurück kehrt geht es hier nicht sehr zimperlich zu.

Elizabeth May hat dieses wirklich sehr spannend beschrieben, bis ins kleinste Detail.
Einige Geheimnisse werden in diesesm Teil gelüftet was die Autorin sehr gut umschrieben hat. 
Auch hier wird es wieder in keiner Zeile langweilig.
Besonders gut hat mir die beschreibung von Aileanas Fähigkeiten gefallen. 
Auch was es mit Kierans wahrer Identität auf sich hat wurde schön und sehr detailreich erzählt.
Alles in allem ist auch der zweite Teil der Feenjägerin eine gelungene Fortsetzung.
Ich hoffe sehr das wir uns auch auf den dritten Teil der Reihe freuen dürfen, denn es wäre sehr schade wenn dieser nicht übersetzt werden würde.

Auch hier 5 von 5 Punkten

Rezension [Die Feenjägerin - Elizabeth May]






Titel: Die Feenjägerin
Autor: Elizabeth May
Verlag: Heyne
Seiten: 398
Preis: € 13,99

Inhalt:

In "Die Feenjägerin" lernen wir die junge Aileana Kameron kennen, sie kommt aus gutem Hause und soll auf diversen Bällen einen Ehemann finden. 
Leichter gesagt als getan, denn:
 Aileana sollte sich dort damenhaft benehmen, was sie keinesfalls ist. 
Deswegen schleicht sie sich lieber davon und geht auf die Jagd nach Feen, die damals ihre Mutter getötet haben.

Beurteilung:

Fangen wir mal mit dem Cover an, es ist einfach wunderschön! 
Ich mag selten Cover auf denen Gesichter oder Menschen abgebildet sind, aber dieses hier gefällt mir wirklich gut. 
So kann man sich die Protagonistin wirklich vorstellen, der ausdruck in den Augen sagt alles.

Der Schreibstil von Elizabeth May ist sehr flüssig und sehr leicht zu lesen, man kommt schnell in die Geschichte und liest sie wirklich in einem weg. 
Die Geschichte ist schön spannend gestaltet, es wird einem in keiner Zeile langweilig.

Kommen wir zu dem Geschehen und der Hauptprotagonistin.

Aileana ist einfach nicht das typische Mädchen, aber ich muss sagen, so mag ich es auch viel lieber, vielleicht auch weil ich selbst nicht das typische Mädchen bin. 
Ich mochte sie von Anfang an sehr gerne. 
Sie hat diesen unglaublichen Draht zu ihrere Familie und will ihre tote Mutter rächen. Ihren Stuhrkopf und ihre Art muss man einfach mögen. 

Die Geschichte ist wirklich toll, der Gedanke an böse Feen war zwar als erstes nicht so meins, aber sie sind so toll beschrieben und ausgearbeitet, man gewöhnt sich schnell an das böse. 
Es ist auf jedenfall mal etwas anderes, denn ansonsten sind Feen ja immer schön, glitzernd und niedliche Wesen.

Fazit:

Wer Fantasy mag und auf spannende Geschichten steht sollte auf alle Fälle diese Geschichte lesen.

5 von 5 Punkten!